Fribourg-Gottéron greift nach Ausschreitungen im Westschweizer Derby durch
Fribourg-Gottéron | Montag, 26. Oktober 2026

Fribourg-Gottéron greift nach Ausschreitungen im Westschweizer Derby durch

Nach den schweren Vorfällen vom Samstag, 24. Oktober 2026, in der Vaudoise Aréna sowie am Bahnhof von Prilly hat die Führung der HC Fribourg-Gottéron AG unverzüglich Massnahmen ergriffen.

Die HC Fribourg-Gottéron AG verurteilt die Ausschreitungen am Rande des Westschweizer Derbys gegen den Lausanne Hockey Club mit aller Schärfe. Die schweren Verletzungen, die zwei Anhänger am Bahnhof Prilly erlitten, verdeutlichen den besonders besorgniserregenden Charakter dieser Ereignisse. Derartiges Verhalten ist nicht hinnehmbar und steht im Widerspruch zu den Grundwerten Respekt, Sicherheit und Verantwortung, zu denen sich der Klub bekennt.
Überdies erinnert der Verein daran, dass die Fangruppierungen «Fribvrgensis XIV» und «Fanatics» eine Charta für Respekt und vorbildliches Verhalten unterzeichnet hatten, die für die Auswärtsspiele in Lausanne gilt. Die Vorfälle vom 24. Oktober wiegen angesichts der in diesem Rahmen eingegangenen Verpflichtungen umso schwerer.
In Anbetracht der Schwere der Ereignisse hat die Klubführung beschlossen, ab Dienstag, 27. Oktober 2026, und bis auf weiteres folgende Massnahmen gegen die genannten Gruppierungen durchzusetzen:
  • Transparente, Choreografien und Fahnen: Es ist untersagt, Fanmaterialien der Gruppierungen ins Stadion mitzubringen oder zu zeigen. Ebenso verboten sind Spruchbänder und Träger jeglicher Art, die Forderungen, Protestparolen oder sonstige Botschaften enthalten.
  • Tontechnik: Die Nutzung der den Fangruppen zur Verfügung gestellten Beschallungsanlagen wird untersagt.
  • Zutrittsausweise: Die Gültigkeit der Einlasskarten, die den Mitgliedern der betroffenen Gruppierungen den Zugang zur Eishalle ermöglichen, wird vorübergehend ausgesetzt.
  • Stadionverbote: Den Vorstandsmitgliedern der Gruppierungen «Fribvrgensis XIV» und «Fanatics» wird der Zutritt zur Eishalle verwehrt.

Diese Massnahmen gelten für sämtliche Partien in der BCF Arena und über alle Wettbewerbe hinweg.
Gestützt auf das Kaskadenmodell gemäss Art. 7 des Reglements für Ordnung und Sicherheit (ROS) sind überdies alle Fanutensilien (insbesondere Fahnen, Transparente, Trommeln und Megafone) sowie Choreografien bei Auswärtsspielen von Fribourg-Gottéron bis einschliesslich 23. Dezember 2026 verboten.

Die HC Fribourg-Gottéron AG hält fest, dass Leidenschaft und Klubtreue unter keinen Umständen Handlungen rechtfertigen, welche die körperliche Unversehrtheit anderer Personen gefährden. Der Verein duldet keinerlei Gewalt und wird alle erforderlichen Vorkehrungen treffen, um ein sicheres und von gegenseitigem Respekt geprägtes Umfeld zu gewährleisten.